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zur Übersetzer-Ausbildung
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Ausbildung der Übersetzer
in aller Welt
Im zwanzigsten Jahrhundert war es Westeuropa, das die Ausbildung der Übersetzer dominierte. Doch auch in der übrigen Welt gab es schon früher Ausbildungsmöglichkeiten für Übersetzer, wenn auch nicht in dem Maße und mit den Chancen, die die Hochschulausbildung bot. Schon in den sechziger Jahren waren es die USA, bei denen ein rasanter Anstieg bei der Gründung der Studiengänge für Übersetzer zu verzeichnen war.
Außereuropäische Übersetzerprogramme entwickelten sich kontinuierlicher, da in Westeuropa die Entwicklung eher schubweise und als Reaktion auf die Globalisierung zu sehen war.
Doch egal, ob in Europa oder im übrigen Teil der Welt, es war immer so, dass Reformen den Weg ebneten und es dadurch erst möglich wurde, die Ausbildung für Übersetzer in eine Universität einzugliedern.
Heute wird davon ausgegangen, dass der Wachstumsschwerpunkt sich auf die Länder Mittel- und Osteuropas verlagern wird, was vor allem mit der Ausweitung der Wirtschaft in diesen Raum zu tun haben dürfte. Das Übersetzen für staatliche Einrichtungen wird immer weiter gefragt sein, Beispiele dafür sind das Gesundheitswesen oder die Einwanderungsbehörden.
Zu erwähnen ist auch noch der Trend außerhalb Europas, der die berufsbegleitende Ausbildung von Übersetzern ermöglicht. Diese Ausbildung ist weitaus kürzer und formalisierter und findet bei Personen statt, die bereits als Übersetzer tätig sind.
Dieser Trend ist unter anderem in Australien zu beobachten, da es sich hier um ein so genanntes Einwanderungsland handelt, ein Land also, in dem häufig Übersetzungen im Bereich des Community Interpreting, dem Übersetzen für staatliche Behörden, benötigt werden.
Durch die Entwicklung auch außeruniversitärer Ausbildungsprogramme entstanden auch nationale Aufsichtsgremien, unter deren Aufsicht zum Beispiel die Prüfungen für Übersetzer stehen.
Ausbildung zum Übersetzer
Die Ausbildung zum Übersetzer kann sowohl an einer Hochschule, einer Fachhochschule oder aber auch an einer Fachschule erfolgen.
Die schulische Ausbildung ist etwas breiter gefächert, der erworbene Abschluss ist auch nicht überall anerkannt.
So kann es sein, dass ein Übersetzer, der an einer Fachschule gelernt hat, weitaus schlechter Berufschancen hat, als ein Absolvent der Universität.
Hier werden die Studiengänge Diplom-Übersetzer und Diplom-Fachübersetzer angeboten.
Momentan ist die Ausbildung immer noch nicht bundesweit einheitlich geregelt, die einzelnen Hochschulen setzen zum Teil eine eigene Studien- und Prüfungsordnung ein, um das Studium zu ordnen.
An Fachschulen, beziehungsweise Fachakademien, die es vor allem in Bayern gibt, wird der Titel „Staatlich geprüfter Übersetzer“ erworben.
Es gibt hier gar keine Ausbildung an einer Hochschule für Übersetzer, es gibt aber insgesamt fünf Fachakademien, die die Ausbildung anbieten. Diese befinden sich in München, in Erlangen, in Kempten und in Würzburg. In München gibt es zwei Akademien.
Die Bezeichnung „Übersetzer“ ist nicht geschützt und kann daher von jedem getragen werden. Dies sagt nichts über seine Ausbildung oder seine tatsächlichen Kenntnisse aus.
Die Dauer der einzelnen Ausbildung variiert, sie dauert an den Fachschulen und Fachakademie zwischen zwei und drei Jahren, an der Universität meist vier Jahre.
Inzwischen gibt es auch einen Bachelor Studiengang, dieser dauert aber nur drei Jahre.
Die Inhalte, die in dieser Zeit gelehrt werden, ähneln sich.
Es handelt sich dabei um allgemeine Grundlagen der Sprache und der damit verbundenen Grammatik, es werden umgangssprachliche und fachsprachliche Texte übersetzt.
Das Führen von Korrespondenz gehört zur Ausbildung, ebenso das Fachübersetzen und Lernen der wichtigsten Fachterminologien aus den Bereichen Recht und Verwaltung.
Bei der schulischen Ausbildung erfolgt noch die Ergänzung der fachspezifischen Fächer durch allgemein bildende, wie zum Beispiel Deutsch und Landeskunde.
Außerdem erfolgt eine Einführung in die Informatik und Textverarbeitung, teilweise wird auch eine Sprecherziehung angeboten
